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Gifhorn. Über die Situation der Pflegeheime im Landkreis Gifhorn informierte sich die SPD-Kreistagsfraktion vor kurzem. Diakonie-Vorstand Hans-Peter Hoppe referierte zum Thema.
Die aktuelle Situation der Pflegeheime sei zufriedenstellend. Im Landkreis Gifhorn gibt es ein gutes Angebot an Arbeitskräften und Heimplätzen und durch die staatliche Pflegeversicherung sei es erschwinglich einen Pflegeplatz zu bekommen.
Durch den demographischen Wandel unserer Gesellschaft kommen jedoch neue Herausforderungen auf Gesellschaft und Pflegeinstitutionen zu, denn bereits im Jahr 2015 wird laut Prognosen ein um 50 Prozent höherer Pflegebedarf herrschen, im Jahr 2020 gar 150 Prozent mehr Bedarf.
Existenziell wichtig für eine gute Betreuung der immer mehr alten Menschen ist in diesem Zusammenhang das Vorhandensein von Pflegefachkräften, die sich professionell um die Belange der Patienten kümmern können.
Da liegt jedoch der Knackpunkt, denn es ist bereits jetzt absehbar, dass es einen Fachkräftemangel in der Altenpflege geben wird. Grund ist die geringe Wertschätzung des Berufs des Altenpflegers, obwohl dieser Beruf ein hohes Maß an Verantwortung braucht und die Pflegekraft stets einem hohen physischen und psychischem Druck ausgesetzt ist.
Ziel muss es sein, die Ausbildungs- und Berufssituation zu optimieren um zukünftig ausreichend Fachkräfte zu haben.
Ein Aspekt kam im Rahmen der Diskussion immer wieder zum Vorschein: Man müsse sich darüber bewusst sein, dass Entscheidungen heute getroffen werden müssen, um eine gute Pflegeversorgung für morgen zu garantieren.
Gifhorn. Nach dem Besuch des Schulzentrums Sassenburg - hier geht nach den Schulferien die erste Integrierte Gesamtschule (IGS) des Landkreises Gifhorn an den Start - sieht sich die SPD-Kreistagsfraktion in ihren vorangegangenen intensiven Bemühungen, eine IGS zu fordern und einzurichten, ausdrücklich bestärkt.
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„Das Gespräch mit Schulleiter Rolf Maskus gibt uns die endgültige Gewissheit, dass diese Schulform von den Eltern gewünscht wird. Die von der CDU/FDP geführte Landesregierung ist zum Umdenken gezwungen. Niedersachsen braucht mehr Integrierte Gesamtschulen. Das dreigliedrige Schulsystem ist ein Auslaufmodell“, so die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ines Kielhorn.
330 Eltern haben ihre Kinder angemeldet. „Ein Riesenerfolg“, wie Schulleiter Maskus, der auch Leiter der IGS-Planungsgruppe ist, erfreut feststellt. Wobei er gegenüber den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion bedauert, dass nur 150 Schüler einen Platz an der IGS bekommen können.
„Nach dem Gespräch war für uns klar“, so die Vorsitzende, „dass wir bei diesem großen Interesse und diesem großartigen Erfolg im Landkreis Gifhorn eine zweite IGS dringend brauchen.“
Die SPD-Kreistagsfraktion werde schon zur nächsten Kreistagssitzung Ende Juni einen Beschluss zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Prüfung der Einrichtung einer zweiten IGS im Landkreis Gifhorn einreichen, sagte sie in der Sassenburg.
Eltern aus dem Landkreis Gifhorn haben in großer Zahl die Möglichkeit genutzt, ihr Kind an der IGS Sassenburg anzumelden. Die Zahl der Kinder, die nach eigenem und nach Wunsch der Eltern diese Schulform wünschen, ist mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der zur Verfügung stehenden Schulplätze, führte sie zur Begründung aus.
Die Gesamtschule fördert individuell, lässt Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen, findet als Ganztagsschule statt, sortiert nicht aus, lässt kein Kind zurück, schiebt kein Kind ab, hat die Vermittlung sozialer Kompetenz als Schwerpunkt..., heißt es in der weiteren Begründung.
„Die Eltern haben im Schulzentrum Sassenburg ein klares Signal gegeben. Der Landkreis Gifhorn braucht umgehend eine zweite Integrierte Gesamtschule“, so Joachim Dürheide, Pressesprecher der SPD-Kreistagsfraktion.
Gifhorn. „Das hätten wir nicht vermutet“, so die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion als sie im Außenbereich der Berufsbildenden Schulen II (BBS-II) in Gifhorn vor Versuchsbeeten nachwachsender Rohstoffe standen.
„Wir waren in der Schule zu Gast, um uns vor Ort ein Bild über die Umbaumaßnahmen sowie den Erweiterungsbau mit dem Innovationszentrum Technisches Produktdesign und die Maßnahmen zur beruflichen Orientierung für allgemeinbildende Schulen zu machen.
Ein besonderer Themenschwerpunkt bildete dabei die Information über den Anbau nachwachsender Rohstoffe als Energieträger auf landkreiseigenen Flächen“, sagte die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ines Kielhorn.
Nach der Begrüßung und der Kurzinformation über die BBSII durch den Leiter der Schule, Oberstudiendirektor Klaus Röhr, stellte Oberstudienrat Tilmann Wolff von der Sahl den SPD-Kreistagsfraktionsmitgliedern den Begriff der Kurzumtriebsplantagen (KUP) vor.
„Kurzumtriebsplantagen sind Anpflanzungen schnell nachwachsender Bäume oder Sträucher mit dem Ziel“, so von der Sahl, „innerhalb kurzer Umtriebszeiten Holz als nachwachsenden Rohstoff zu produzieren.“
Als Pflanzen würden Weiden- und Pappelhybriden in Frage kommen. KUPs sind Acker- und kleine Waldflächen“, sagte er zur Erklärung. Wobei er aus dem Unterrichtsraum heraus auf die Anpflanzungen im Lehrgarten verwies.
Der Oberstudienrat nannte den SPD-Kreistagspolitikern das Szenarium, das für den Landkreis Gifhorn von Nutzen sein könne. Er bezeichnete dabei die Gründung einer landkreiseigenen Gesellschaft, die den stetigen Anbau von nachwachsenden Rohstoffen als Energieträger wie der Pappel oder der Weide gewährleiste, als innovative Einrichtung. Nach der Ernte und Trocknung würden die Pflanzen zu Hackschnitzel verarbeitet und als Heizmaterial an öffentliche oder private Nutzer verkauft werden können.
„Wir wollen weg von den riesigen Maisflächen und hin zu einer Vielzahl von nachwachsenden Rohstoffen, die gleichzeitig auch unsere Kulturlandschaft bereichern“, so von der Sahl.
Außerdem wäre die Einbindung von ARGE und Bundesagentur für Arbeit vorstellbar. Das Projekt bewirke auch die Schaffung von Integrationsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.
Gifhorn. „Die SPD-Kreistagsfraktion macht Ernst mit ihrer Ankündigung, die Pflegeeinrichtungen im Landkreis Gifhorn zu besuchen, um sich direkt vor Ort ein Bild über den Wohnkomfort sowie über die fachliche Betreuung und Angebote in den Einrichtungen machen zu können“, so der SPD-Kreistagsabgeordnete und Pressesprecher der SPD-Kreistagsfraktion Joachim Dürheide. Dies sei auch im Hinblick auf die bevorstehende Einrichtung von Pflegestützpunkten in der Kreisstadt Gifhorn selbst und in den Gebietseinheiten zu sehen.
Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Ines Kielhorn, führte dazu aus, dass es an der Zeit wäre, „dass wir uns noch intensiver als bisher mit dem Älterwerden auseinandersetzen und nicht die Augen davor verschließen. Die Pflege der immer älter werdenden Menschen müssen wir verstärkt in den Focus unserer Gesellschaft rücken“, sagte sie beim Besuch des Christinenstifts in Gifhorn.Das Senioren- und Pflegeheim sei eine Einrichtung der Diakonischen Altenhilfe Kästorf, informierten der Leiter des Geschäftsbereichs Altenpflege, Rüdiger Krafft und Heimleiterin Beate Junige die SPD-Kreistagsfraktionsmitglieder.
Beide äußerten eingangs ihre Freude darüber, „dass sie sich über das Angebot und das Heimgeschehen für ältere Menschen im Landkreis informieren wollen.“
Während eines informellen Austausches zwischen Heimleitung und SPD-Kreistagsfraktion im Vorfeld des Rundgangs durch das Christinenstift, „haben wir eine ausführliche Auskunft über die Struktur des Hauses erhalten“, so die Fraktionsmitglieder. Vom Leitbild des Christinenstifts: Selbstbestimmung steht im Vordergrund, hätten sie sich überzeugen können.So gebe es keine zeitlichen, sondern individuelle Aufstehzeiten für die derzeit 163 Heimbewohner. „Und auch unser hauswirtschaftlicher Bereich hebt sich von anderen Einrichtungen ab“, verwies die Heimleiterin auf das Angebot eines täglichen 3-Gänge-Menüs. Um die Ausbildung von Altenpflegern werde sich gekümmert. „Wir bilden bei uns übergreifend 20 Altenpfleger aus.“
Ein Schwerpunkt liege auf dem Heimaufnahmeverfahren. „Wir nehmen den Angehörigen und zukünftigen Bewohnern durch eine ausführliche Beratung den Druck, wenn eine Pflege für eine Person ansteht. Wobei auf die Biographie der zukünftigen Heimbewohner eingegangen wird.“
br>Diese würden überwiegend aus dem Landkreis Gifhorn kommen. Die Einrichtung von Pflegestützpunkten im Landkreis werde grundsätzlich für sinnvoll erachtet, so Krafft, „nehmen sie doch die häufig bestehenden Schwellenängste.“
Abgerundet wurde der Rundgang mittels einer Präsentation über das so genannte „Baustellenfernsehen“ im Eingangsbereich des Hauses. „Eine gute Idee,“fanden die Sozialdemokraten, „sehen die Bewohner und Besucher doch sehr anschaulich wie die im Mai beginnende Baumaßnahme zur Erweiterung des Christinenstifts später einmal aussehen wird. Positiv dabei ist, dass ausschließlich Einzelzimmer vorgesehen worden sind.“
Gifhorn. Angesichts der demografischen Entwicklung und der zu erwartenden Entwicklung im Bereich der Versorgungssysteme für pflegebedürftige alte Menschen in Deutschland wird das Wohnen im Alter in Zukunft mit einer ganzen Reihe von neuen Herausforderungen verbunden sein. Entsprechende Angebote müssen nicht nur den sich wandelnden Wohnbedürfnissen älterer Menschen entsprechen, sondern auch den zukünftigen gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen.
Nach den statistischen Zahlen wird die Zahl der älteren Menschen zukünftig stärker zunehmen. Für den Landkreis Gifhorn wird die Zahl der alten Menschen im Alter von über 75 Jahren von etwa 13.400 im Jahre 2010 bis 2015 auf etwa 15.500 zunehmen. Insbesondere im Nordkreis ist ein überdurchschnittlich hohes Altersniveau zu erwarten.
Die SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Bernd-Günter Schwabe, Leiter des Fachbereichs Soziales in der Kreisverwaltung, über die Pflegelandschaft im Landkreis Gifhorn. Schwabe führte in einem anschaulichen Vortrag aus, dass für den Landkreis Gifhorn als Leitziel an erster Stelle stehe, den Erhalt der Häuslichkeit für den pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen und die Pflegebereitschaft der Angehörigen zu unterstützen und zu stärken.
Hinzu komme, dass auch die Erwartungshaltung der älteren Generation sich verändere, so wie auch die Ansprüche an das Wohnen im Alter sich verändere. Die Mehrheit der älteren Menschen möchte so lange wie möglich selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben. Sie wollen nicht fremdbestimmt in Heimeinrichtungen leben, sondern auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit ein selbstbestimmtes Leben führen.
Hierfür sei langfristig ein Bedarf an kleinen Wohnungen und der Ausbau einer ambulanten Wohnbetreuung sinnvoll.
Im Kreisgebiet gibt es derzeit 23 vollstationäre Einrichtungen mit 1410 Pflegeplätzen. Etwa 140 Pflegeplätze sind zurzeit vakant, so dass es möglich ist, auch kurzfristig einen Heimplatz zu bekommen. Schwabe kündigte an, dass der Landkreis in Kürze sein Internetangebot erweitern und dort auch Näheres zu den Pflegeeinrichtungen hinterlegen werde. Mittelfristig solle die gesamte Pflegelandschaft von ambulanten Unterstützungsdiensten bis hin zum Pflegeheim abgebildet werden.
Für den Landkreis Gifhorn wird es wichtig sein, die bereits vorhandenen ambulanten Strukturen auszubauen und zu vernetzen. Dazu gehöre es auch, über die Einrichtung eines Pflegestützpunktes nachzudenken, um ein träger-unabhängiges, neutrales Beratungsangebot anbieten zu können. Hierzu werde der Landkreis in Kürze Gespräche mit den Sozialpartnern im Kreisgebiet führen.
Gifhorn. Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Ines Kielhorn, begrüßte den Kursschwenk bei der CDU bezüglich der Zusammenarbeit von Arbeitsagentur und Kommunen bei der Betreuung von Langzeitarbeitslosen. Beide leisten in den so genannten Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) vorbildliche Arbeit.
Zudem werde durch die Zusammenarbeit von Landkreis Gifhorn und der Arbeitsagentur Helmstedt Geld gespart. „Für die betroffenen Menschen im Landkreis, aber auch die Beschäftigten in den ARGEn bedeutet dies, dass die bewährte Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann“, betonte Kielhorn.
Ausdrücklich sprach die SPD-Politikerin ihren Dank aus in Richtung des Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil sowie der Landtagsabgeordneten Klaus Schneck und Detlef Tanke, die bei dem Thema immer Kurs gehalten haben.
„Jetzt sei es an der CDU den Lippenbekenntnissen auch Taten folgen zu lassen. Die SPD stehe für eine Grundgesetzänderung zur Verfügung. Ziel ist es, das bestehende Modell fortsetzen zu können und daför die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen“, betonte die Fraktionsvorsitzende..