StartKeine IGS zum Schuljahresbeginn 2008

Keine IGS zum Schuljahresbeginn 2008

Gifhorn. Da die Regierungsfraktionen (CDU/FDP) im Landtag die Vorlage eines Gesetzesentwurfes zur Errichtung von Gesamtschulen zum einen bewusst verzögert eingebracht und zum anderen mit sehr hohen Hürden versehen hätten, könne zum Schuljahresbeginn 2008 im Landkreis Gifhorn keine Gesamtschule errichtet werden.

Dieses steht in der Begründung des Antrags der SPD-Kreistagsfraktion für den Kreisschulausschuss, dem Kreisausschuss sowie für die Kreistagssitzung am Donnerstag, 26. Juni. „Jetzt darf der Start einer Gesamtschule zum Schuljahr 2009 nicht weiter behindert werden“, so der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Detlef Tanke.

Der vier Punkte umfassende Antrag wurde mit folgendem Wortlaut auf der letzten SPD-Kreistagsfraktionssitzung verabschiedet:

Infolge des Beschlusses von Dezember 2007 zur Errichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) mit gymnasialer Oberstufe im Landkreis Gifhorn fordert der Kreistag die Verwaltung auf, die notwendige kreisweite Befragung an allen Grundschulen und im letzten Jahrgang der Kindergärten sofort nach Schulbeginn durchzuführen.

Der Befragung soll eine umfassende Information der Eltern vorausgehen.

In der nächsten Kreistagssitzung im Oktober soll auf Basis einer hinreichenden Bedarfsfeststellung über den Standort oder die Standorte einer oder mehrerer Gesamtschulen entschieden werden.

Diese Entscheidungen sind in einer Fortschreibung des Schulentwicklungsplans festzuhalten.

Sabine Lehmberg ist als Kreisschulausschussvorsitzende davon überzeugt: „Wir sollten keine Zeit verlieren und schnellstmöglich eine Elternbefragung durchführen. Eine Integrierte Gesamtschule im Landkreis Gifhorn zu errichten ist dringend notwendig, weil viele Eltern auf diese Schule warten“.

Kreistagsabgeordnete Inge Elvers sagte: „Wir wollen keine weitere Verzögerung und werden das Thema weiter politisch besetzen“.
 

 

SPD-Kreistagsfraktion zur aktuellen Situation der IGS

Gifhorn. Mehr als zwei Monate habe die CDU gebraucht, nur um zur ersten Sitzung der Lenkungsgruppe IGS einzuladen. „Das ist unerhört und ein weiterer Beweis dafür, dass die CDU eine Integrierte Gesamtschule im Landkreis Gifhorn nicht wirklich will“, betont Detlef Tanke, Vorsitzender der Kreistagsfraktion der SPD.

Anlässlich des heutigen Weltbildungstages erinnerte Tanke noch einmal daran, dass Schulexperten und auch die Eltern mehrheitlich für eine Schulform eintreten, die ein möglichst langes gemeinsames Lernen beinhalte. Tanke betonte, dass die Mehrheit der CDU schon zweimal SPD-Anträge zur schnellen Gründung der IGS abgelehnt habe.

Das erste Mal verweigerte die CDU vor knapp einem Jahr das uneingeschränkte Ja der SPD zur IGS. Stattdessen brachte sie einen eigenen Antrag mit Ausstiegsklauseln ein, um sich so ein Hintertürchen offen zu halten.

Das zweite Mal lehnte die CDU Anfang Juli die schnelle Elternbefragung ab, die die SPD nach den Sommerferien durchführen wollte. Stattdessen setzte sie eine Grundsatzdiskussion in der Lenkungsgruppe an, die das erste Mal Mitte September tagt: Dadurch seien zwei wertvolle Monate verstrichen.

Symptomatisch für die CDU ist das Verhalten von Matthias Nerlich, CDU Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, der jahrelang die IGS aus ideologischen Gründen bekämpfte und nun, auf Geheiß seines Ministerpräsidenten, seit einem Jahr dafür sein muss.

Tanke fordere deshalb alle wahren Befürworter der IGS zur Zusammenarbeit auf, damit die CDU endlich konkret handele, wie es die SPD seit über einem Jahr fordere.

„Nur dann schaffen wir es noch, dass die von vielen Eltern geforderte IGS auch zum Sommer 2009 startet“, bringt es Tanke auf den Punkt.
 

 

Wir wollen die IGS im Landkreis Gifhorn

Gifhorn Die SPD-Kreistagsfraktion macht in Sachen Integrierte Gesamtschule (IGS) Druck. „Wir wollen die IGS im Landkreis Gifhorn.“ Das „Herumgeeiere“ der aus CDU/FDP und Unabhängigen zusammengesetzten Mehrheitsgruppe im Kreistag sei die SPD-Fraktion leid. Einstimmig votierten die Fraktionsmitglieder während der jüngsten Fraktionssitzung für den Standort Gifhorn. „Bedingt durch die gesetzlich geforderte Fünfzügigkeit“, sagte Fraktionsvorsitzende Ines Kielhorn, „kommt für uns nur die Stadt Gifhorn in Betracht. Eine IGS mit Außenstelle lehnen wir ab.“

Den Beschluss der von CDU/FDP geführten Landesregierung die Mindestgröße für Integrierte Gesamtschulen von vier auf fünf Züge (Anzahl der Parallelklassen pro Schuljahrgang fünf Züge = 150 Kinder) würden die Samtgemeinden so nicht erfüllen können. „Mit der Errichtung nur einer Gesamtschule im Landkreis Gifhorn werden wir uns aber nicht abfinden.“ Deshalb werde die Kreis-SPD die Samtgemeinden in ihrem Bestreben weitere Gesamtschulen einzurichten, unterstützen. Der Knebel der Fünfzügigkeit müsse aufgehoben werden.

„Das ist ein Verhinderungserlass“, so die SPD-Kreisschulausschuss-Vorsitzende Sabine Lehmberg. Sie sei davon überzeugt, dass sich die Eltern die Schulform IGS mehrheitlich wünschen.

Die Kreistagsfraktion wolle nun Nägel mit Köpfen machen. „Unsere Forderung lautet“, so Lehmberg, „mit der IGS bereits 2010 an den Start zu gehen". Eine Elternbefragung mittels Fragebogenaktion seitens des Landkreises solle im Vorfeld das tatsächliche Interesse abfragen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte sich dafür Anfang Oktober auf den Weg nach Helmstedt zur Besichtigung der Giordano-Bruno-Gesamtschule begeben, "um uns dort ein Bild vom Ablauf des Schulbetriebes geben zu lassen“, so die Fraktionsvorsitzende.

Die Giordano-Bruno-Gesamtschule sei vierzügig und der Schulbetrieb laufe dort sehr erfolgreich. Nach einem von Stefan Vollmer - Lehrkraft an der Giordano-Bruno-Gesamtschule - geführten Rundgang durch die Räumlichkeiten, habe Schulleiter Uwe Stümpel ein Referat gehalten, „dass zu einem Plädoyer für die Gesamtschule geraten ist“, so die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion.

 

 

 

SPD-Kreistagsfraktion besucht Schulzentrum Sassenburg

Großes Interesse fand der Besuch des Schulzentrums Sassenburg bei den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion. Die Gemeinde Sassenburg hat ihr Schulzentrum dem Landkreis Gifhorn als möglichen Standort für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule angeboten.

Mit der fachlichen Begleitung von Bürgermeister Volker Arms und Schulleiter Rolf-Dieter Maskus konnte sich die große Gruppe der Kreistagsabgeordneten von dem guten baulichen Zustand des Schulzentrums mit dem neuen Ganztagsschultrakt überzeugen. Besonders positiv empfanden die Gäste die konzeptionellen Möglichkeiten und die engagierte Haltung der Schulleitung und des Lehrerkollegiums zu der möglichen Entwicklung einer IGS aus den bestehenden Schulformen.
Aus dem gleichen Blickwinkel wird die SPD- Fraktion in der kommenden Woche auch die Alfred-Teves-Schule in Gifhorn besuchen.

 

 

Schulzentrum Sassenburg bald IGS II ?

Gifhorn. Nach dem Besuch des Schulzentrums Sassenburg - hier geht nach den Schulferien die erste Integrierte Gesamtschule (IGS) des Landkreises Gifhorn an den Start - sieht sich die SPD-Kreistagsfraktion in ihren vorangegangenen intensiven Bemühungen, eine IGS zu fordern und einzurichten, ausdrücklich bestärkt.

„Das Gespräch mit Schulleiter Rolf Maskus gibt uns die endgültige Gewissheit, dass diese Schulform von den Eltern gewünscht wird. Die von der CDU/FDP geführte Landesregierung ist zum Umdenken gezwungen. Niedersachsen braucht mehr Integrierte Gesamtschulen. Das dreigliedrige Schulsystem ist ein Auslaufmodell“, so die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ines Kielhorn.

 

330 Eltern haben ihre Kinder angemeldet. „Ein Riesenerfolg“, wie Schulleiter Maskus, der auch Leiter der IGS-Planungsgruppe ist, erfreut feststellt. Wobei er gegenüber den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion bedauert, dass nur 150 Schüler einen Platz an der IGS bekommen können.

„Nach dem Gespräch war für uns klar“, so die Vorsitzende, „dass wir bei diesem großen Interesse und diesem großartigen Erfolg im Landkreis Gifhorn eine zweite IGS dringend brauchen.“
 

Die SPD-Kreistagsfraktion werde schon zur nächsten Kreistagssitzung Ende Juni einen Beschluss zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Prüfung der Einrichtung einer zweiten IGS im Landkreis Gifhorn einreichen, sagte sie in der Sassenburg.

Eltern aus dem Landkreis Gifhorn haben in großer Zahl die Möglichkeit genutzt, ihr Kind an der IGS Sassenburg anzumelden. Die Zahl der Kinder, die nach eigenem und nach Wunsch der Eltern diese Schulform wünschen, ist mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der zur Verfügung stehenden Schulplätze, führte sie zur Begründung aus.

Die Gesamtschule fördert individuell, lässt Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen, findet als Ganztagsschule statt, sortiert nicht aus, lässt kein Kind zurück, schiebt kein Kind ab, hat die Vermittlung sozialer Kompetenz als Schwerpunkt..., heißt es in der weiteren Begründung.

„Die Eltern haben im Schulzentrum Sassenburg ein klares Signal gegeben. Der Landkreis Gifhorn braucht umgehend eine zweite Integrierte Gesamtschule“, so Joachim Dürheide, Pressesprecher der SPD-Kreistagsfraktion.

 

 


 

 
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