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Pflegelandschaft im Landkreis Gifhorn

01. März 2010 0 Kommentare

Gifhorn. Angesichts der demografischen Entwicklung und der zu erwartenden Entwicklung im Bereich der Versorgungssysteme für pflegebedürftige alte Menschen in Deutschland wird das Wohnen im Alter in Zukunft mit einer ganzen Reihe von neuen Herausforderungen verbunden sein. Entsprechende Angebote müssen nicht nur den sich wandelnden Wohnbedürfnissen älterer Menschen entsprechen, sondern auch den zukünftigen gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen.

Nach den statistischen Zahlen wird die Zahl der älteren Menschen zukünftig stärker zunehmen. Für den Landkreis Gifhorn wird die Zahl der alten Menschen im Alter von über 75 Jahren von etwa 13.400 im Jahre 2010 bis 2015 auf etwa 15.500 zunehmen. Insbesondere im Nordkreis ist ein überdurchschnittlich hohes Altersniveau zu erwarten.



Bernd-Günter Schwabe (2. von rechts), Leiter des Fachbereichs Soziales in der Kreisverwaltung berichtet auf Einladung der SPD-Kreistagsfraktion über die Pflegelandschaft im Landkreis Gifhorn. (Rechts) Ines Kielhorn, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion

Die SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Bernd-Günter Schwabe, Leiter des Fachbereichs Soziales in der Kreisverwaltung, über die Pflegelandschaft im Landkreis Gifhorn. Schwabe führte in einem anschaulichen Vortrag aus, dass für den Landkreis Gifhorn als Leitziel an erster Stelle stehe, den Erhalt der Häuslichkeit für den pflegebedürftigen Menschen zu ermöglichen und die Pflegebereitschaft der Angehörigen zu unterstützen und zu stärken.
 



Bernd-Günter Schwabe (2. von rechts), Leiter des Fachbereichs Soziales in der Kreisverwaltung berichtet auf Einladung der SPD-Kreistagsfraktion über die Pflegelandschaft im Landkreis Gifhorn. (Rechts) Ines Kielhorn, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion

Hinzu komme, dass auch die Erwartungshaltung der älteren Generation sich verändere, so wie auch die Ansprüche an das Wohnen im Alter sich verändere. Die Mehrheit der älteren Menschen möchte so lange wie möglich selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben. Sie wollen nicht fremdbestimmt in Heimeinrichtungen leben, sondern auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit ein selbstbestimmtes Leben führen.

Hierfür sei langfristig ein Bedarf an kleinen Wohnungen und der Ausbau einer ambulanten Wohnbetreuung sinnvoll.

Im Kreisgebiet gibt es derzeit 23 vollstationäre Einrichtungen mit 1410 Pflegeplätzen. Etwa 140 Pflegeplätze sind zurzeit vakant, so dass es möglich ist, auch kurzfristig einen Heimplatz zu bekommen. Schwabe kündigte an, dass der Landkreis in Kürze sein Internetangebot erweitern und dort auch Näheres zu den Pflegeeinrichtungen hinterlegen werde. Mittelfristig solle die gesamte Pflegelandschaft von ambulanten Unterstützungsdiensten bis hin zum Pflegeheim abgebildet werden.

Für den Landkreis Gifhorn wird es wichtig sein, die bereits vorhandenen ambulanten Strukturen auszubauen und zu vernetzen. Dazu gehöre es auch, über die Einrichtung eines Pflegestützpunktes nachzudenken, um ein träger-unabhängiges, neutrales Beratungsangebot anbieten zu können. Hierzu werde der Landkreis in Kürze Gespräche mit den Sozialpartnern im Kreisgebiet führen.
 




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