SPD-Kreistagsfraktion besucht die BBS II in Gifhorn mit dem Schwerpunktthema nachwachsender Rohstoffe
07. Mai 2010 0 KommentareGifhorn. „Das hätten wir nicht vermutet“, so die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion als sie im Außenbereich der Berufsbildenden Schulen II (BBS-II) in Gifhorn vor Versuchsbeeten nachwachsender Rohstoffe standen.
„Wir waren in der Schule zu Gast, um uns vor Ort ein Bild über die Umbaumaßnahmen sowie den Erweiterungsbau mit dem Innovationszentrum Technisches Produktdesign und die Maßnahmen zur beruflichen Orientierung für allgemeinbildende Schulen zu machen.
Ein besonderer Themenschwerpunkt bildete dabei die Information über den Anbau nachwachsender Rohstoffe als Energieträger auf landkreiseigenen Flächen“, sagte die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Ines Kielhorn.
Nach der Begrüßung und der Kurzinformation über die BBSII durch den Leiter der Schule, Oberstudiendirektor Klaus Röhr, stellte Oberstudienrat Tilmann Wolff von der Sahl den SPD-Kreistagsfraktionsmitgliedern den Begriff der Kurzumtriebsplantagen (KUP) vor.
„Kurzumtriebsplantagen sind Anpflanzungen schnell nachwachsender Bäume oder Sträucher mit dem Ziel“, so von der Sahl, „innerhalb kurzer Umtriebszeiten Holz als nachwachsenden Rohstoff zu produzieren.“
Als Pflanzen würden Weiden- und Pappelhybriden in Frage kommen. „KUPs sind Acker- und kleine Waldflächen“, sagte er zur Erklärung. Wobei er aus dem Unterrichtsraum heraus auf die Anpflanzungen im Lehrgarten verwies.
Der Oberstudienrat nannte den SPD-Kreistagspolitikern das Szenarium, das für den Landkreis Gifhorn von Nutzen sein könne. Er bezeichnete dabei die Gründung einer landkreiseigenen Gesellschaft, die den stetigen Anbau von nachwachsenden Rohstoffen als Energieträger wie der Pappel oder der Weide gewährleiste, als innovative Einrichtung. Nach der Ernte und Trocknung würden die Pflanzen zu Hackschnitzel verarbeitet und als Heizmaterial an öffentliche oder private Nutzer verkauft werden können.
„Wir wollen weg von den riesigen Maisflächen und hin zu einer Vielzahl von nachwachsenden Rohstoffen, die gleichzeitig auch unsere Kulturlandschaft bereichern“, so von der Sahl.
Außerdem wäre die Einbindung von ARGE und Bundesagentur für Arbeit vorstellbar. Das Projekt bewirke auch die Schaffung von Integrationsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.
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